„Wann sind wir endlich da?“ – Mit dem Kind auf Reisen

Autofahren-mit-Kindern

Für Familien mit kleinen Kindern ist das Auto das mit Abstand beliebteste Reisemittel. In den Kofferraum und auf den Dachgepäckträger passen Unmengen an Gepäck, Pausen können ganz nach Gutdünken eingelegt werden und die Kosten liegen weit unter denen für eine Flugreise. Das einzige Problem: Für Kinder ist eine mehrstündige Autofahrt zumeist eine furchtbare Tortur. Und spätestens wenn der Nachwuchs zum 15.Mal fragt: „Sind wir gleich da?“ hängt Mutti quer unter der Autodecke. Was also tun?

Das Kind auf die lange Autofahrt vorbereiten

Versuchen Sie beim Kind ein Gefühl dafür zu wecken, wie lange beispielsweise eine sechsstündige Autofahrt an die Ostsee oder eine zehnstündige Autofahrt nach Italien dauern wird. Erklären Sie dem Kind die Strecke auf der Landkarte und zeigen Sie ihm, wo Sie (vermutlich) Pausen einlegen werden. So können Sie dem Kind beispielsweise sagen „Wir sind da, wenn Du deine vier Lieblingshörspiele durchgehört hast und deine beiden Lieblingsfilme von Disney angeschaut hast“. Dies ist für Kinder greifbarer als „sechs Stunden“.

Beschäftigungsmöglichkeiten für das Kind

Die moderne Technik hat lange Autofahrten wesentlich leichter für junge Passagiere gemacht: Auf dem Tablet lassen sich Filme und Kinderserien anschauen, Hörspiele und Musik anhören und Spiele spielen. Im Idealfall sind die Kinder so damit beschäftigt, dass die Fahrt tatsächlich wie im Flug vergeht.

Bei Kindern, die sich nur schwer mit sich selbst beschäftigen können, sind Ratespiele im Auto noch immer eine gute Beschäftigungstherapie, zum Beispiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“ oder das Zählen von anderen Autos in bestimmten Farben oder mit bestimmten Kennzeichen.

Pausen einplanen

Natürlich braucht während der Autofahrt nicht ganz auf das Naschen verzichtet werden, doch dies führt leider auch zu sich häufenden Pinkelpausen. Besser ist es daher, von vornerein eine oder mehrere längere Rastpausen einzuplanen, bei denen gemeinsam an einem Picknicktisch gegessen und draußen gespielt wird, so dass sich die Kinder austoben können. Informieren Sie sich vorab im Internet über die kinderfreundlichsten Rastplätze auf Ihrer Strecke, die beispielsweise Kinderspielplätze und kindgerechte Mahlzeiten anbieten.

Nachtfahrten als Alternative

Eine mögliche Alternative für Erwachsene, die ohnehin nach Einbruch der Dunkelheit am aktivsten sind, können Nachtfahrten sein: Damit werden oft die schlimmsten Staus vermieden und die Kinder schlafen nachts auch auf der Rückbank durch, während sich die Eltern öfter am Steuer abwechseln.

Apropos Staus: Noch immer bricht ein ganzes Bundesland am allerersten Ferientag gemeinsam auf – und findet sich in entsprechend langen Staus auf den Autobahnen wieder. Dabei ist es heute schon längst nicht mehr so wie früher, als nur einmal pro Woche „Bettenwechsel“ war. Verzichten Sie auf eine Fahrt während des ersten Ferienwochenendes – Ihr Urlaub verkürzt sich dadurch nicht und Sie kommen wesentlich schneller und stressfreier ans Ziel.

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