Smartphones und Tablets für den Nachwuchs

Tablet-fuer-Kinder

Schon bei kleinen Kindern stehen Smartphones und Tablets auf der Wunschliste ganz oben und so manche Eltern fürchten, dass ihr Kind schon bald Tag und Nacht nur noch vor dem Bildschirm hocken wird. Aber dem Kind die moderne digitale Technik ganz verwehren, ist letztendlich auch keine Lösung.

Tablets und Smartphones ab welchem Alter?

Diese Frage ist heiß umstritten. Der elterliche Laptop lässt sich leicht wegsperren, aber heute beharren schon kleine Kinder darauf, ein eigenes Tablet oder ein Smartphone zu bekommen. Meist wird dabei das Argument „Alle anderen haben eins!“ ins Feld geführt – der Wahrheitsgehalt dieser Aussage lässt sich leicht durch Nachfrage bei den anderen Eltern überprüfen. Auf der anderen Seite stehen aber auch die überbesorgten Helikopter-Moms, die ihr Kind schon auf dem Smartphone anrufen, wenn es einmal zwei Minuten zu spät nach Hause kommt – hier sind es eher die Eltern, die dem Kind das Telefon als Kontrollmittel aufdrängen. Generell lässt sich sagen, dass die Grundschule ein guter Termin ist, um den Kind erstmals ein eigenes Gerät zu geben.

Smartphones nur als Prepaid-Modell

Immer wieder geistern Horrormeldungen durch die Medien, in denen Siebenjährige 5000 Euro bei Candy Crush oder Farmville verpulvert haben oder mit zahllosen SMS eine Telefonrechnung von 700 Euro produzierten. Daher sollte das Smartphone auf jeden Fall nur mit einer Prepaid-Karte mit einem limitierten Guthaben ausgerüstet sein: Ist es verpulvert, bleibt das Telefon für den Rest des Monats tot (oder das eigene Taschengeld muss investiert werden). Natürlich muss auch darauf geachtet werden, dass die Kinder erst gar keine Möglichkeit haben, kostenpflichtig etwas zu bestellen, d.h. sie sollten nicht auf Vatis iTunes-Account oder Muttis Kreditkarte zugreifen können.

Tablets nur für begrenzte Zeiträume

Das Tablet hat sich zum beliebtesten Spielzeug für Kinder entwickelt. Es ist leicht, bietet unzählige knallbunte Spiele und lässt sich ganz einfach bedienen. Es liegt auf der Hand, dass Kinder nicht die gesamte Freizeit mit dem Tablet im Sessel verbringen sollten, sondern sich auch im Freien bewegen und mit Freunden spielen müssen. Eltern haben dabei die Wahl, ob Sie dem Kind ein eigenes Tablet schenken, das ihm nur stundenweise ausgehändigt wird, oder ob es das mütterliche Tablet immer wieder leihen darf.

Sinnvoller ist das eigene Tablet, da auf diesem gezielt nur kindgerechte Spiele gespeichert sind und der normale Zugang zum Internet stark erschwert oder ganz gesperrt wird. Schließlich ist es für das Kind ein Leichtes, auf Muttis Tablet den Internet-Browser aufzurufen und sich möglicherweise auf Seiten zu verirren, die ganz und gar nicht kindgerecht sind. Oder über Muttis gespeicherten Amazon-Account eine Großbestellung aufzugeben…

Auch Kompromisse sollten geschlossen werden: Ist gerade ein ganz neues Spiel schwer angesagt, sollte das Kind auch einmal ein Wochenende am Tablet spielen dürfen (wo es sich vermutlich mit seinen Freunden misst) und dafür am nächsten Wochenende ganz auf die Technik verzichten und stattdessen eine lange Fahrradtour oder Wanderung mitmachen. Gerade wenn Papa auch stundenlang nicht vom Bildschirm wegzubekommen ist, wenn die neueste Diablo-Version erscheint, sollte für das Kind gleiches Recht gelten.

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